7. Juni 2010

Madonnas Lehrjahre

Die Musik- und Popkulturzeitschrift Spex brüstet sich, Madonnas „first appearance in the Weltpresse“ auf der Habenliste zu haben. Heute erscheint die Vorstellung, Madonna sei einmal klein gewesen, fast schon seltsam.

Zugegeben, andererseits ist Madonna stetes klein gewesen und wird es auch immer bleiben. Die Angaben sind zwar widersprüchlich, doch die Wahrheit wird sich wohl zwischen 155 und 164 cm bewegen – sonderlich groß ist das ganz bestimmt nicht. Doch das spielt ja keine Rolle, wenn man zum größten Popstar aller Zeiten werden will – und das hat Madonna Louise Ciccone ganz bestimmt geschafft. Die ehemalige Klosterschülerin hielt sich schon immer gerne auf der Bühne auf, zum Beispiel bei Schulaufführungen (Theater) oder als Cheerleader. Dabei hat sie noch nicht einmal sonderlich ihre schulische Laufbahn vernachlässigt: die mit einem Intelligenzquotienten von angeblich 140 gesegnete Madonna war durchaus keine schlechte Schülerin, die ihre Bildung zugunsten der Kunst in den Wind geschossen hätte. Der Drang auf die Bühne war alllerdings trotzdem stärker als alles andere, und so erlernte das junge Mädchen die Beherrschung des Klaviers, des Schlagwerks und der Gitarre. Außerdem nahm sie Tanzunterricht mit dem Ziel, Tänzerin zu werden. Die in Michigan geborene Sängerin ging die in Michigan geborene Madonna mit einer Handvoll Dollar nach New York, um ihre Karriere in Angriff zu nehmen.

 Von Schlagzeugen und Herrenmagazinen

Allerdings könnte man nicht behaupten, Frau Ciccone sei von Beginn an auf Rosen gebettet gewesen. Geld verdiente sie sich unter anderem mit Kellnerjobs und Nacktfotos, die später in Millionen-Auflagen von den führenden Herrenmagazinen gedruckt wurden. In der Stadt, die niemals schläft, machte sie denn auch erste musikalische Erfahrungen: sie spielte Schlagzeug bei der Band Breakfast Club, stieg dann aber aus, als es Querelen um ihre Bestrebungen gab, die Lead Vocals zu übernehmen. Das erste Mal auf Tonträger zu hören ist sie als Hintergrundsängerin auf Patrick Hernandez’ Born To Be Alive, überhaupt unterstützte dieser Künstler Madonna und nahm sie 1979 als Tänzerin mit nach Europa, wo sie sechs Monate verweilte. Das Startum sollte allerdings erst vier Jahre später kommen.

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