Als Betriebswirtschaftslehre, kurz auch BWL genannt, wird ein wissenschaftliches Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaften bezeichnet. Ähnlich wie ihre Nachbardisziplin die Volkswirtschaftslehre, basiert auch BWL auf der Annahme, dass wirtschaftliche Güter auf dem Markt knapp sind und dass ein entsprechender ökonomischer Umgang mit dieser Situation erforderlich ist.
Die Volkswirtschaftslehre betrachtet das ökonomische Geschehen eher abstrakt. Hingegen ist ein Betriebswirt bestrebt, wirtschaftliche Vorgänge aus der Sichtweise einzelner Betriebe zu betrachten und nachzuvollziehen. Das Ziel von BWL ist es dabei, die finanzielle und ökonomische Situation von Betrieben zu untersuchen und zu beschreiben. Darüber hinaus werden Lösungsansätze und Verbesserungsvorschläge erarbeitet, welche das jeweilige Unternehmen hinsichtlich bestimmter Entscheidungen unterstützen sollen.
In der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre geht es vor allem um die organisatorischen, finanziellen und rechentechnischen Entscheidungen von Betrieben, zum Beispiel das Rechnungswesen. Die allgemeine BWL untersucht diese Gegenstände funktions- und branchenübergreifend. Ist ist der ABWL dabei ein zentrales Anliegen, einen allgemeinen Überblick über die Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre zu geben, wobei Zusammenhänge ebenfalls branchenübergreifend untersucht und dargestellt werden. Eine derartige interdisziplinäre Forschungsweise fördert fachübergreifendes Denken und Handeln.
Die Spezielle Betriebswirtschaftslehre beschäftigt sich vor allem mit ausgewählten Fragen und Problemen, welche jeweils nur für bestimmte Unternehmen von Relevanz sind. Hierbei gibt es zwei verschiedene Ansätze. Die Institutionelle BWL fokussiert alle Funktionsbereiche, jedoch nur für bestimmte Typen von Unternehmen. Hingegen betrachtet die funktionale BWL nur spezielle Funktionsbereiche innerhalb unterschiedlicher Betriebe.